Wie entstehen unsere „Entscheidungen“?
Wie gut kenne ich mich tatsächlich?
Haben Sie sich dies schon mal gefragt und wenn ja mit welchem Ergebnis? Alles nur Ratio und Logik? Eventuell ein Einfall oder Zufall? Instinkt oder Intuition? Eine Herz- oder Bauchentscheidung? Vielleicht eine Entscheidung der Seele oder des Geistes? In uns oder außerhalb von uns?
Wer kann darüber schon sicher sein? Sie alle kennen aber diese Situation. Sie suchen „in Ihrem Kopf“ nach einem Namen, einem Begriff und er „fällt“ Ihnen nicht „ein“. Womöglich existiert ein „inneres Bild“. Vielleicht ist er aber nach einigen Minuten, Stunden oder am nächsten Tag präsent? Und warum das? Und wie funktioniert das mit der so genannten Bauchentscheidung? Warum und weshalb entsteht dort, „im Bauch“ eine Sicherheit, eine Eindeutigkeit? Weil der Bauch (das Gedärm) ein bisschen aussieht wie das Gehirn? Ja oder nein?
Welches Kleid, welche Jacke passt besser zu mir? Für welches Essen entscheide ich mich in einem neuen Restaurant anhand der Speisekarte, also nicht in einem Stammlokal? Ich kann links abbiegen und komme an mein Ziel, rechts aber auch (ohne Navi). Wie entscheide ich mich und warum? Wie kann ich diese Entscheidung danach überprüfen – ob richtig oder doch eher falsch? WAS ist daraus entstanden?
Und wenn ich mich für etwas entschieden habe stelle ich manchmal fest, dass die Entscheidung nicht gut, nicht richtig war. Warum war sie nicht richtig und was hat mich bewogen, die „falsche“ Entscheidung zu treffen? Wie gut kenne ich mich eigentlich? Oder eher nicht gut? Warum kenne ich mich nicht besser? Was hindert mich, mich selbst zu kennen? Und was ist die Wirklichkeit, meine Wirklichkeit? Und wie kann ich die jeweilige Situation ganz „neutral“ betrachten?
Können Sie diese Aussage erklären?
Nur der/die, der/die lernt, wie das richtige Sterben geht, kann erst dann das Leben richtig leben.
Welcher Mensch kann heute wissen, wie das richtige Sterben sein soll, wo man selbst doch erst im Sterbeprozess sein muss um ihn kennen zu lernen? Also steckt darin schon eine Art Widerspruch, eine Paradoxie. Aber ganz ernsthaft: Manche Menchen wünschen sich, stellen sich vor, gesund, ohne Schmerzen einfach einzuschlafen. Warum? Und warum findet dies in dieser Form bei so vielen Menschen (Krankheit / Unfall usw.) nicht statt?
Was wäre das Fundament, dass das Sterben (vor dem Todeseintritt) so richtig ist, was wir scheinbar erreichen können, um daraus das „richtige“ Leben leben zu können? Diese Aussage kann somit den Interessierten auf einen Weg bringen. Anzufangen, die in dieser Aussage „versteckten“ Weisheiten zu finden, zu verstehen. Wer so etwas sagt, muss – unterstellt – eine Erkenntnis darüber besitzen.
Anders gefragt: Wenn wir offensichtlich REIN „in diese Welt kommen (woher eigentlich)“, in welchem Zustand sollten wir sie dann wieder verlassen (und wohin)?
Wie viele Quellen haben wir? Welche bzw. wie viele Quellen haben wir, aus denen sich unsere Entscheidungen ergeben/bedingen? Haben Sie sich diese Frage schon einmal gestellt und darauf eine Antwort geben können? Für uns ist es eine „Selbstverständlichkeit zu denken“. Weil: Wie viel tragen wir selbst dazu bei? In einem anderen Beitrag habe ich diese Aussage einer älteren Malerin und Autorin gegenüber einer Fernseh-Journalistin aufgeführt, da sie sagte: Wissen Sie, wenn ich male, male ich nicht selbst. Wenn ich schreibe, schreibe ich nicht selbst. Wer solch eine Aussage selbstsicher darlegen kann, muss über eine hohe Eigenerkenntnis verfügen. Malen und schreiben ist grundsätzlich ein „Vorgang“. Es soll etwas entstehen (Text/Optik/Objekt). Womöglich existiert ein grobe Vorstellung. Schreibe, male ich über etwas Vergangenes, also aus der Erinnerung oder soll das NEUE entstehen? Wie soll das Neue entstehen, wenn ich es noch nicht kenne? Und wer oder was, wie es die ältere Dame so eindrucksvoll vermittelte, ist es dann, der das dann letztendlich „infiltriert“. Der Mensch ist dann nur noch der Ausführende. Offenbar kennt diese Dame diese Quelle. Wir sprechen gerne vom Verstand und von Wissen, Erfahrungen. Aber manchmal „wissen“ wir auch etwas, das definitiv NICHT von unserem Wissen abgeleitet wurde. Was ist das für eine Quelle? Suchen Sie mal danach. Ich werde noch einen weiteren Beitrag dazu erstellen.
