Diese Erde, diese "Welt", dieses Leben – ist dies ein Wunder?

Dieser Beitrag ist nur eine Art „Gedankenspiel“ … eine Art unbekannter Impuls.

Für uns Menschen auf diesem Planeten ist ja alles „selbstverständlich“. Selbstverständlich – auch wieder so ein Wort = Selbst + Verstand. Oder müsste es unter Berücksichtigung gewisser Kenntnisse richtiger formuliert sein als:  Ich + Verstand = ichverständlich. Warum das? In gewissen Denk- wie Wahrnehmungsebenen wird aufgezeigt bzw. als Option angesehen, dass es neben dem ICH (ich bin, weil ich ja existiere und einen Namen und Körper und Sinne habe) auch ein SELBST existent sein kann oder auch ist. Im allgmeinen Sprachgebrauch sagen wir sogar manchmal: Ich selbst …

Will man das einfach mal tolerieren, dann bedingt sich daraus, dass es sich um zwei voneinander abweichende Gegebenheiten oder „Existenzen“ handeln müsste. Sonst bräuchte man nicht zwei unterschiedliche Begriffe dafür. Mit dem Wort Bewusstsein „versteht“ man allgemein das Bewusstsein eines Menschen (pro Situation, pro Ding, pro sich). Interessant dazu ist, dass es auch ein Unterbewusstsein oder das Unbewusste gibt. Warum das eigentlich? Ob es nur ein Bewusstsein gibt oder mehrere lassen wir jetzt mal unberücksichtigt. Das können Sie gerne für sich betrachten.

Ganz überzeugt sprechen wir auch von Seele und Geist, weil wir das unterstellen und es „wohl so ist“.

Tagsüber freuen wir uns über einen azurblauen Himmel. Damit verbunden kann die Sonne mit ihrem Licht und ihrer Wärme direkt zu uns kommen (also die Strahlung). Das tut uns allen gut, außer den Menschen und Tieren in Regionen, wo das Zuviel davon schon unerträglich wird. Zu gewissen Tageszeiten und der Konstellation des Planeten Erde mit der Sonne und dem Mond, sehen wir am Himmel eben zwei „Sterne“. Das sich die Erde dauerhaft dreht, entsteht partiell dann die Dämmerung, die Nacht und der
Anfang des Tages (Sonnenaufgang – was ja nicht stimmt). Wie jede/r weiß und viele auch fasziniert (mit oder ohne Fernrohr), blicken wir von diesem Planeten in eine riesige Dunkelheit. Ohne Bewölkung sehen wir dann Lichter/Lichtpunkte am „Firmament“ (laut Wikipedia Himmelsgewölbe oder Himmelszelt). Schauen wir also fasziniert von irgendeinem Standort auf diesem Planeten nach oben (so meinen wir es wohl), dann ist dieses Lichtspiel am Himmel doch etwas kaum Vorstellbares. Manchmal hoffen wir auch auf Sternschnuppen, damit sich gewisse Wünsche erfüllen.

Wir sehen diese Lichter, sind jedoch nicht in der Lage, diese Distanzen „selbst“ wahrzunehmen. Auch wenn wir wissen, wie weit der Mond oder die Sonnen oder der „Große Wagen“ entfernt ist. Sofern sie tatsächlich immer an gleicher Stelle wären. Wie Sie wissen, spricht die Wissenschaft ganz selbstverständlich von Lichtjahren als Distanzeinheit (Eins = 9,46 Billionen Kilometer – auf die vollständige Deklaration verzichte ich hier).

Aufgrund dieser unfassbaren Distanzen und deren Inhalten (Dunkelheit . schwarze Löcher . Planeten . Sterne (sofern sie von einer Lichtquelle angestrahlt werden) . Sonnensysteme . Gasnebel . Galaxien usw.) entstanden die Begriffe Universum oder Kosmos. Meines Wissens werden die „Aufnahmen“ der Astronomen aus Sequenzen zusammengesetzt und sogar farblich manipuliert. Daraus entstehen begeisternde Gebilde. Das ist aber nicht vordergründig relevant.

Wenn wir wollen, können wir uns einen 360 Grad-Blick vorstellen. Wenn wir an einem Punkt unserer Erde stehen, geht das nicht. Auch unsere Augen können das nicht – horizontal max. 180 Grad, vertikal grob 150 oder weniger Grad). Und 360 Grad beziehen sich lediglich auf eine Kreisform, noch nicht auf eine Kugel. Von der Erde aus geht es eben nicht. Es ging mir nur darum, dass wir niemals das uns „sichtbare Universum“ in seiner Gesamtheit von der Erde aus erfassen können. Weil, wenn wir von hier nach oben schauen, fehlt die restliche Fläche bzw. der Raum drum herum. Auf der genau gleichen Stelle auf dem Planeten, also als Linie gedacht durch die Erde hindurch, wäre es auch nur dieser Ausschnit.

In gewisser Weise ist es für uns im Moment, wenn wir nach „oben“ schauen, obligat, dass das das Universum ist. Wir „denken“ garnicht daran, dass der Planet Erde ja „mittendrin“ ist, sofern es überhaupt eine Mitte gibt. Um eine Mitte zu bestimmen bedarf es eines sichtbaren, messbaren Raumes. Aber Trugbilder gibt es im Leben genügend.

Warum also diese Überschrift in Form einer Frage?
Am Anfang des Beitrags ging es darum, dass wir alles als „normal, als gegeben“ unterstellen. Wir kennen ja nichts anderes. Ich würde so gerne erkennen können, wie Babys dies alles „wahrnehmen„. Also diese „Welt“ – jedoch ganz ohne WORTE (grob das erste Jahr). Das ist ein großer Wunsch von mir. Da sich dieser wohl kaum realisieren lässt (oder doch?), kann ich als Erwachsener nur versuchen, in einen vergleichbaren Zustand einzutreten. Ganz simple betrachtet heißt dies: Tag für Tag zu leben ohne Worte. Das geht natürlich nicht den ganzen Tag, aber doch für Stunden ist es möglich. Reden ist Silber – Schweigen ist Gold! Auch diese Aussage hat eine tiefere Bedeutsamkeit. Dies bedeutet konkret: Das, was mit den Augen gesehen wird, nicht mit den bekannten Wörtern/Begriffen zu benennen und keine Denkzusammenhänge herzustellen.

Wenn wir die schon länger dauernde Suche in diesem „Weltall“, also das „All der Welt“ (ist das unsere „Welt“, unser Planet?), nach einem weiteren, bewohnbaren Planeten betrachten, scheint dies für noch längere Zeit nur eine Vision zu bleiben. Die bisher bekannten, wissenschaftlichen Fantasien, dass manche Menschen dann in einer Art Science Fiction-Gebäuden, abgeschirmt von der dortigen „Natur“, leben sollen oder wollen, hat mit dem Leben auf diesem vitalen Planeten wenig zu tun.

Gehen wir davon aus, dass es in dieser unvorstellbaren Weite des Universums tatsächlich der einzige Planet mit diesen großartigen Lebensmöglichkeiten, mit dieser wundervollen Schönheit, Farben und Fülle, mit Frühjahr, Sommer, Herbst, Winter, Kreisläufen usw. ist, dann ist es für mich eine AUSSERGEWÖHNLICHKEIT – wie sagt man auch: nicht von diesem „Stern„. Das draußen so unfassbar viele andere Planeten, öde, ohne Lebensformen, ohne Pflanzen, ohne Wasser und Sauerstoff existieren und irgendwo in dieser schwarzen Wüste ist diese „Oase„. Was ist das: Glück, Zufall, ein Fehler im System, gewollt, organisiert, konstruiert, ein Meisterwerk, pure, zufällige Evolution, Chemie/Physik, ein „Ausrutscher“ des Urknalls oder eben „Schöpfung“ oder Gottes Werk?.

Ich persönlich sehe dies nicht als Zufall an. Beschäftigt man sich mit „weisen“ Menschen, also die, die diese sogenannte Erleuchtung (Eingeweihte) erlangt haben, das Göttliche oder Gott wahrgenommen haben und daraus eben Religionen und Philosophien entstanden sind (Zeitrechnung bezogen auf die Geburt Christi …), auch die, die heute leben, dann kann man etwas anderes daraus ableiten. Im Vordergrund dieser Betrachtung stehen die Begriffe „Licht“ bzw. „Bewusstsein“ oder auch „Wahrheit“ bzw. das „Göttliche, das Absolute – die einzige Wirklichkeit„. Das, was diese Begriffe ausmacht, ist ganz sicher Materielosigkeit (Materie = Festkörper aus Atomen). Gedanken sind auch materielos. Die Definition all dessen bezieht sich auf eine Art Einheit. Einheit in der Art und Weise, dass es UNVERÄNDERBAR ist. All das, was wir wahrnehmen, kennen, mit Begriffen deklarieren, berühren können usw. unterliegt der eigenen Veränderungsfähigkeit. Von sich aus oder durch den Mensch oder das Tier, die Pflanze. Es muss somit etwas geben, das immer gleich ist und war – vor den Pflanzen, Tieren und Menschen. Ist der Mensch damit verbunden, befindert er sich in einem nicht zu beschreibendes Hochgefühl mit unvorstellbaren Fähigkeiten. Darin ist er vollkommen gesund. Diese Menschen sehen „unsere, für uns normale Welt“ und zugleich eine vollkommen andere Präsenz, die frei ist von der Körperlichkeit und dem ICH (Eigenidentität)

       „Unser Leben ist flüchtig und unbeständig wie ein Trautropfen
        auf einer Lotusblüte. Doch wer einem göttlichen Wesen begegnet
        – und sei es nur einen Augenblick lang –, kann erlöst und errettet werden.

Errettet von diesem so scheinbar nomalen Dasein.

Auszüge aus „Offenbarung und Johannes“:
„In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat`s nicht begriffen. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.“

„Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das WortAlle Dinge sind durch dasselbe gemacht und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns.

Auszuüge aus dem Buch   „Patrick van den Heede – Wandel“

 …Das Denken, das kein Objekt beherrscht, hört auf zu denken. Erst danach tritt wahres Bewusstsein ein und zwar als ein selbstverständlicher Zustand. …. Es ist ein Gewahrsein ohne Identität.“
„Tun ist beherrschen, Sein ist Dinge zu durchdringen.“ Anmerkung von mir: wie gerne beherrschen wir jemand/etwas?!?!?
…. „Sein im ursprünglichen Sinne existiert nicht ohne Einheit.“

… „Wenn deine Augen „tot“ sind, kannst du gemächlich auf dem Pfad zur Seele voranschreiten.“

… „Aufmerksamkeit inmitten von Aufmerksamtkeit ist wirklich der größte Brunnen des Seins.“

… „Dann verschwand der Engel und das Einzige was blieb, war ein hellweißes Licht, das aus dem Stein strahlte.“

… „Tief hinter dem Nabel befindet sich ein Lichttropfen, der durch den Fluss deines Atemzugs bewegt wird. Hier tobt der Wind und hier kommt er zur Ruhe.
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Diese Auszüge sprechen von dieser Einheit. Von Licht, Wahrheit, Wirklichkeit und auch von Leere und Stille. Und sie zeigen auf, dass in allem diese Einheit enthalten ist. „Alle Dinge sind durch DASSELBE gemacht und ohne DASSELBE ist NICHTS gemacht.

Somit darf unterstellt werden, dass sich dieses Dasein in zwei Versionen erkennen lässt.
Das NORMALE, wie wir Menschen es alltäglich wahrnehmen und leben und das WIRKLICHE überwiegend nicht bewusst wahrnehmen. Und somit die sich daraus bedingende, dauernde Vergänglichkeit.
Und das Absolute, das alles geschaffen hat, das Unveränderbare, dieses reine Bewusstsein (ohne Mensch), das die Eingeweihten (also eine Weihung erhalten), die Erleuchteten (Licht) oder das Prinzip des wahren, einzigen Daseins erkannt haben. Buddha hat ES nicht erfunden, nur erkannt und seine Lehre zielt darauf auf, die Menschen den Weg aufzuweisen, dass sie ein Leben ohne Leiden, ohne Dunkelheit (Maya) führen können. Und Christuskam“ auf diese Welt in Form eines Menschen (Körper) um sie wieder zum Göttlichen zurück zu führen. Und versuchte sogar mit WUNDERN die Menschen davon zu überzeugen.

Und wo stehen wir Menschen heute? Und ist diese Welt, diese Erde ein Wunder? Und was ist uns pro Lebenstag so vordergründig wichtig?