Die Dramatik: 50 000 bis 60 000 Gedanken pro Tag
Gefühle und Gedanken – positive wie negative
Auf Begegnungen, Situationen und Konfrontationen reagieren wir kontinuierlich mit Gefühlen (oft stimuliert aus Vergangenheitserlebnissen) und auch mit „inneren Bildern“ sowie Gedanken (ebenfalls aus der Vergangenheit genährt). Obwohl solche Empfindungen „unmittelbar“ sind, erstellt der Verstand blitzschnell Vergleiche aus seiner gespeicherten Vergangenheitsbibliothek und sendet uns diese in Form von Gedanken / Bildern. So können es 10, 20 oder 50 oder mehr sein. Und dies eigentlich bei allen erdenklichen Tagessitationen, „draußen“ oder zuhause. Dies bedingt aber auch, dass die momentane Situation nicht mehr autark gesehen bzw. bewertet wird, sondern immer im Vergleich aus den bisherigen Erlebnissen des vergangenen Lebens und somit verfälscht. Dies, obwohl wir doch in der Gegenwart sind.
Interpretation aus 50 000 bis 60 000 Gedanken
Auch wenn es überwiegend unbewusst stattfindet, werden wir permanent – Tag für Tag – mit 50 000 bis 60 000 Gedanken (Wissenschaft) konfrontiert. Es ist sicher einleuchtend, dass kein Mensch sich pro Tag um jeden dieser 50 000 / 60 000 Gedanken konkret kümmern kann. Aber doch sind sie vorhanden. Aber wer schaut sich diese genauer an!?!? Viele Vorgänge an einem Tag laufen automatisch ab: Aufstehen, Morgentoilette, Anziehen, Frühstück, Kommunikation, Einkauf usw. bis abends – und in Träumen teilweise auch noch. Auch am Arbeitsplatz, im Alltag usw. immer die überwiegend gleichen Abläufe (und oft auch die gleichen Aussagen – sofern alles im „Lot“ ist).
Reduzierung
Aus dieser Feststellung kann eine Lösung abgeleitet werden: Diese große Anzahl an Gedanken sollte reduziert werden, da viele uns davon negativ beeinflussen. Ich habe das für mich durchgeführt. Der Grund für diese Analyse war ein heftiger Sturz barfuss auf eine Steinplatte aus grob 5 m Höhe. Ich lag dort ca. 7 Stunden in Ohnmacht (= ohne Macht). Warum ist / musste dieser Sturz geschehen? Ich suchte den Ausgangspunkt und musste erkennen, dass der Auslöser dafür ein „schlechter“ Gedanke war. Ich hätte tot sein können oder querschnittsgelähmt. Beide Fersenbeine waren multiple frakturiert, das rechte Handgelenk sehr geschädigt. Also für eine längere Zeit das Leben auf Unterarmen und Knien und nur mit dem linken Arm, der linken Hand (als Rechtshänder).
Innere Ruhe
Schon früher habe ich mich mit „innerer Ruhe“ beschäftigt und überlegt wie ich diese erreichen kann. Erlebt habe ich diese in der Natur, auf Skitouren im Winter, in der Stille der menschenlosen Natur. Die meisten Tiere sind still (weil sie auf Geräusche achten müssen) – außer in gewissen Gefahrensituationen oder die Vögel beim Morgengesang. So habe ich eigene Methoden entwickelt – und weil sie so entstanden sind. Auch eine Meditationstechnik, obwohl ich damals von Meditation nichts wusste. Während der langen Liegephase habe ich die Gedankenqualitäten angeschaut und erkannt, dass der Großteil davon eher ein „negatives Vorzeichen“ besaß. Der Grund dafür ist einfach, weil wir entsprechende Erlebnisse hatten und einen Egoismus besitzen.
Je weniger Eigen-Gedanken (aus der Vergangenheit) umso mehr Klarheit Sofern der Mensch bereit ist, sich diese Gegebenheit anzuschauen und zu verstehen, kann eine Erkenntnis enstehen. Diese wiederum bedingt, dass ein Weg definiert wird, sich von einem Großteil dieser Gedankenflut zu befreien. Daraus entsteht eine wunderbare Klarheit und zugleich eine Erleichterung. Es sind verschiedene Techniken möglich. Ich werde zu dieser Thematik noch einen separaten Beitrag erstellen.
