Positionierungen im Leben – ja . nein . vielleicht
Für fast alle Gegebenheiten im Leben erstellen wir bewusst und unbewusst „Positionierungen“. Das heißt, was ist meine Haltung bzw. Vorstellung bzw. Meinung zu diesem und jenem? Wir verfügen über ein Wissen oder Teilwissen, über Erfahrungen, aus anderen Meinungen / Diskussionen / Literatur usw. und begründen daraus für uns – aber auch für andere – das Richtige und das Falsche. Und wer recht hat: die/der Andere oder ich? Oder manchmal auch keine/r.
Geht es um Erziehung, um Beziehung, um ein Problem, um Allgemein- oder Fachwissen, eine Lösung, eine Kaufentscheidung, ums Essen, Urlaubsplanung usw. Der Einzelne kann für sich entscheiden, in der Gruppe gibt es unterschiedliche Auffassungen und Positionierungen. Manchmal bleibt ein „zufriedenstellendes“ Ergebnis aus. Das ist auch in Ordnung. Niemand muss einer anderen Person eine Meinung „aufzwängen“, da er dazu nicht berechtigt ist.
Es ist auch festzustellen, dass manche Menschen innerhalb eines Themengesprächs eine Position einnehmen und vertreten. Und bei einem Themenwechsel die zuvor deklarierte Position selbst auflösen/verneinen und eine andere Position einnehmen. Dies hat diverse Gründe in der Persönlichkeit. Auch eine Art Anpassungsform an eine Gruppenmeinung. „Man“ will ja zu einer Gruppe dazugehören.
Aber selbst der einzelne Mensch kann sich teilweise bei anstehenden Entscheidungen nicht entschließen. Es ist ein Abwägen, ein hin und her, eher ein Kompromiss, ein Zweifeln und auch die Unsicherheit welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Andere wieder können sofort eine Entscheidung treffen, weil sie eine „gewisse Sicherheit“ in sich tragen. Aber woraus entsteht Sicherheit? Und warum existiert Unsicherheit? Und wie wichtig sind Eigenerfahrungen, weil man etwas „erfahren“ hat?
