Gegen etwas sein – wie oft und mit welchem Schaden
Ich habe in manchen Beiträgen teilweise dieses „Verhalten“ angedeutet. Tendenziell machen dies alle Menschen.
Vorab füge ich eine Aussage von Sören Kierkegaard ein: „Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“ Und noch eine Weisheit: „Wer das Böse/das Schlechte als Gedanke „versendet“, bekommt es selbst zurück.“
Wenn es alle machen, dann kann/darf „ich“ das auch. Gegen gewisse Realitäten, wie aktuell der Krieg in der Ukraine, gibt es wohl eine Übereinstimmung, dass solch eine „Vernichtung von Mensch, Heimat und Lebensgrundlagen“ jeglicher Vernunft und gegen sämtliche menschlichen Tugenden verstößt. Ganz offensichtlich existiert in diesem Mensch Wladimir Putin ETWAS, das ihn zu solchen Handlungen „treibt“, wahrscheinlich sogar „zwingt“. Wer sein Heranwachsen gelesen hat, kann daraus „Bedingungen“ ableiten, die sogar bis zu diesem Extrem der UNMENSCHLICHKEIT führen müssen. Man könnte – bitte verstehen Sie mich nicht falsch – es eventuell so deuten, das ihm sein eigener Tod egal sein würde. Hauptsache ER hat sich in dieser Welt behauptet und durch andere Menschen seine Macht zur Schau gestellt. Er ist der Held.
Und wie aktuell nutzt er diese für seine Selbstbestätigung brutalst aus. Aber er ist nicht allein. Andere führen dies für ihn aus. Auch hier muss man sich fragen, warum diese anderen Menschen ihm folgen und für ihn morden und zerstören. Existenzen vernichten, auch die eigene. Was ist mit ihnen und wie sieht es in ihrer Seele aus?
Wie sieht nun so ein Lebenstag aus? Dies in Bezug auf das, was die Überschrift bezeichnet. Wahrscheinlich beginnt es bereits im Bett, weil „ich lieber liegenbleiben“ würde. Dann kommt etwas im Radio und das widerspricht mir. Dann fehlt etwas im Bad. Ich schaue aus dem Küchenfenster und sehe etwas, das mich stört (Nachbar / Kinder / Müllabfuhr / Kleidung / Auto usw.). Weiter geht es womöglich mit gewissen Inhalten der Zeitung. Geht es zum Arbeitsplatz, „erlaubt“ sich ein Verkehrsteilnehmer etwas anderes zu tun, als ich das gerne hätte. Beim Coffee-to-go muss ich viel zu lange warten. Ggfs. noch schnell tanken: Wie lahm ist der da vorne! Im Büro oder in der Schule oder sonst wo … überall kann etwas eintreten, das „MIR“ nicht passt. Ich „rege mich auf“. Das Mittagessen ist mäßig – wie meistens. Der Kollege hat sich mal wieder vorgedrängt. Ein Vogel hat „aus Versehen“ über meinen Wagen oder Fahrrad „etwas“ verloren. Die Ampel ist doch schon grün – warum fährt der A…. nicht los? Und was hat DER/DIE überhaupt für eine Meinung? Wohl keine Ahnung. Obwohl manche Menschen von selbst schon sagen: keine Ahnung, keinen Plan.
Wenn Sie wollen, führen Sie diese Aufzählung nach eigenen Erlebnissen fort. So gibt es Menschen, die das einfach tun. Es gibt Menschen, die müssen das „für sich“ tun. Weil sie gar nicht in einen positiven Zustand eintreten wollen. Gründe gibt es auch dafür.
Wir sind also „geeicht“. ES gehört zu uns. In so vielen Vorkommnissen des Lebens, jeden Tag. Am Wochenende erlaubt sich
einer lauter zu sein, als ich das für „richtig“ halte. Oder er macht etwas, was man am Sonntag NICHT macht. Einkaufen: Wieso können die alle nicht an anderen Tagen einkaufen. Überall eine Schlange. Unmöglich (obwohl es doch Realität ist).
Was veranlasst uns so zu reagieren? Die Frage ist berechtigt, weil „ICH MIR SELBST DEN TAG SCHLECHT MACHE“. Oft sind es nicht die anderen. Ich „erzeuge“ mir diese „Situations-Interpretation“ selbst. Auch wenn ich weiß, dass in Zeitungen, in gewissen Sendungen im TV, im Internet manchmal etwas „Doofes“ steht, gezeigt wird. Ich weiß, dass es an Tankstellen, beim Einkauf usw. mal etwas länger dauert, weil die meisten eben nur zu gewissen Zeiten einkaufen gehen können. Und „ich“? Da liegt wieder etwas von einem Hund – diese Hundebesitzer. Unglaublich. Der Postler ist schon wieder zu spät. Und der Freund, die Freundin auch – WARUM können die nicht pünktlich sein (und schlampig sind sie auch noch).
Wir setzen somit SEHR GERNE an anderen Menshen etwas aus. Hmmmh … Will ich mich in so einen Zustand versetzen? Offenbar ja, sonst würde ich es nicht tun. Wenn ich es doch bewusst tue, dann sollte ich damit zufrieden sein. Aber das Gegenteil ist der Fall. Ich errege mich, ich rege mich auf, ich kritisiere, ich schimpfe, ich schreie oder werde handgreiflich und beleidigend. Aber ich bin ja der Bessere als der andere. Stimmt das auch?
In dem Inhalt dieser Website geht es um die Seele. Die Seele, von der keiner weiß wo sie in mir ist oder außerhalb von mir. Ob es womöglich nur eine Gesamtseele „irgendwo“ gibt und jeder eine kleine, unsichtbare „Leitung“ zu ihr hat. Oder es ist nur ein Wort, ein Begriff, damit man eine Bezeichnung hat in dem man gewisse „Zustände“ bezeichnen kann.
Sich „regen“ heißt sich bewegen. Gut – aber in welche Richtung und wofür? Sich „aufregen“ bedeutet was? Auf jeden Fall „auf“ oder „über“ etwas „sich regen“.
Sicher gibt es einige Vorkommnisse, in der „ich mir“ meiner „Sache“ ganz sicher bin. 100 Prozent. JA!!!! Das kann sein. Wenn ich mir doch sicher bin, dann könnte es ja reichen, dass ich das für mich weiß. Das könnte mir eigentlich genügen und ich könnte damit zufrieden sein.
Kennen Sie „perfekte“ Menschen – in gewissen Lebensbereichen? Bewundern Sie diese, weil sie so sind? Ich sage nicht, dass das schlecht ist. Bei manchen ist es einfach innere Klarheit. Das brauche ich nicht mehr – also weg. Das Pinible, die absolute Sauberkeit, die Gartenperfektion, der Schuhabstreifer im idealen Winkel zum rechten Winkel der Haus- oder Wohnungstüre. Jedes Bild an der Wand perfekt im „Wasser“. Staub „gibt es bei mir nicht“. Für das Auto habe ich ein Spezialpoliertuch immer bei mir. Ich will das nicht übertreiben, übertrieben darstellen. Ordnung ist in Ordnung. Weil man weiß wo sich etwas befindet. In der „menschenlosen“ Natur gibt es auch eine Ordnung. Wie unterscheidet sich diese von der menschlichen Ordnung?
Es gibt aber auch Menschen, die dies aus anderen Gründen praktizieren. Sie wollen, ja müssen perfekt sein, dass niemand anderes sie „kritisieren“ kann. Ja noch mehr: In dieser selbsterzeugten Perfektionsituation darf ich mir erlauben, andere auf ihre weniger perfekte Situation direkt oder indirekt „aufmerksam“ zu machen. Oder „ich“ behalte es in mir und kritisiere in meinem „Inneren“. Weil ich das von anderen ja erwarten kann, weil ICH so perfekt bin. Vielleicht kennen Sie das. Auch dieses Beispiel zeigt sich in vielen Lebensbereichen. Auch die „verstohlenen“ Blicke eventuell von einem Nachbarn ob er etwas „erblickt“ und es dann der Ehefrau, den Kindern oder sogar an anderen Nachbarn erzählen kann. Die da drüben …
Aber was steckt dahinter? Was „steckt“ da in mir, dass ich so negativ-strategisch handeln will/muss? Vor allem sind es auch Menschen, die ein Manifest, nämlich „ihres“, gerne darstellen, als Gutmensch. Jedoch sich selbst nicht daran halten. Sehr oft kann man in Unterhaltungen feststellen, dass es primär um die „anderen“ geht. Weil man da etwas „gesehen“ hat und was die „sagen“. Das ist wertvoller, als über sich zu sprechen – und auch einfacher. Die Frage: Was ist es, was diese Vorgehensweise (gegen andere Menschen) uaslöst und bewirkt? Welchen „seelischen“ Schaden trage ich in mir und versuche diesen damit „auszugleichen“?
WIR ERHEBEN UNS DAHER ÜBER ANDERE! Wenn Sie das bei sich auch „kennen“, schauen Sie es sich mal genauer an. Es lohnt sich. Es lohnt sich vorallem, weil man dann weiß, warum es bei „mir“ so ist. Und dann kann ich beginnen, dies abzustellen. Weil ich dann DIESE (FRIEDENS)RUHE in mir haben werde. Aber eigentlich ist es doch klasse, andere „schlecht zu reden“. Das tut mir gut. Aha. Wo tut es mir gut und warum? WAS ist es, das solch eine „Negativ- und Überheblichkeits-Nahrung“ braucht? Wenn etwas oder jemand das Negative braucht, dann ist er doch selbst NEGATIV. Er macht sich SELBST NEGATIV. Aus freiem Willen oder weil es irgendeine Prägung gibt, die dies permanent einfordert. Aber ist das schön und gut für mich? Und was „zerstöre“ ich da kontinuierlich in mir? Mir ist bewusst, dass wenn ich per Lungenzug rauche, ich das mit sensibelste Organ des Körpers schädige und der reine Atem lebensnotwendig ist! Könnte man da konkret sagen: Mein Leben ist mir nicht das Wichtigste. „Ich“ mir auch nicht. Im anderen Fall zerstöre ich auch etwas in mir. Weil das auf Dauer diese hochsensiblen, millionenfachen Zellen nicht wollen und irgendwann aufgeben. Sie wollen täglich positiv-vital sein. Und mein eigentliches NATURELL auch. Und der Mensch zwingt ihnen „quasi täglich“ mit solchen Gedanken das NEGATIVE auf. Und irgendwann sagen die Zellen: Dann war es das jetzt und wir geben auf. Die Folge ist dann Krankheit. Ob psychisch oder physisch oder beides. Ist ja eh egal.
Es ist dieses eine Leben – ob man es als Geschenk oder als normal > ist halt so < ansehen will.
Wenn ich solch ein Verhalten an mir feststelle, habe ich die Möglichkeit, dies zu ändern. Auch, weil ich mit diesem Verhalten anderen Menschen UNGERECHT handle – weil es eben nur Situationsinterpretationen sind und ich „DIESE ANDEREN“ kaum kenne. Und wie SEHEN/BEURTEILEN/VERURTEILEN die mich, dich ich so gerne kritisiere? Es gibt wohl kaum einen Menschen mit der Berechtigung, sich über andere zu erheben. Woher soll sich diese Berechtigung ableiten? Haben Sie dazu eine sinnvolle Antwort? Herr Putin und andere machen das. Das Ergebnis ist sichtbar: Tod und Verwüstung anderer Leben und Existenzen. Aber ich „muss“ nicht dazu gehören.
Es gab in den 1940er/1950er Jahren einen Heiler in Deutschland. Bruno Gröning. Es war die Zeit nach dem Krieg, den er selbst auch erlebt hat. Unterstellen wir, dass er eine Fähigkeit hatte, die über allen anderen von Menschen stand. Er heilte Menschen von Blindheit, Lähmung, tödlichen Krankheiten usw. – ärztlich vielfältig bestätigt. Es gibt zwei Dokumentarfilme über ihn im Internet. Es kamen an einem Tag bis zu 10 000 und mehr Menschen zu ihm, damit er sie heilt. Vom Kleinkind bis zum Greis oder Todkranken.
Er hat eine sehr einfache Lehre aufgestellt. Der Mensch trägt das Gute und das Böse in sich. Der Mensch kann also wählen. Er ist durch seinen Willen vollkommen frei sich für das Gute oder das Schlechte und Böse zu entscheiden.
Ja … wofür entscheide ich mich in diesem, meinem Leben? Mit meinem Willen. Für mein Leben. Für einen gesunden Organismus.
Es gibt auf dieser Seite einen Beitrag mit dem Titel: Zweifel . Verzweiflung . Angst . Flucht.
Kann es so einfach sein, dass Zweifel aus der Abwägung zwischen gut und schlecht/böse entstehen? Und was richtet das Schlechte, das Negative, das Böse tagtäglich an? Und wie schädige ich mich und andere damit? Absichtlich bewusst und manchmal auch vorsätzlich. Manche sogar mit einem Genugtuungsgefühl und Freudeempfinden. Ist das „normal“ menschlich?
Weil wir uns noch nicht entschieden haben? Auch hierzu gibt es Wege. Und gerne wiederhole ich die Aussage von Christus: Vater …., denn sie wissen nicht was sie tun (ob religiös oder nicht religiös – der Kern der Aussage ist wertvoll für eine Betrachtung. WEIL: Wir so vieles pro Tag tun, das wir gar nicht selbst VORDENKEN. Es geschieht von sich aus – aber welches ist die negative Quelle dafür? Warum MÜSSEN manche Eltern ihre wehrlosen Kinder schlagen?
