Das unbewusste Rollenspiel

Stellen wir uns vor da ist ein Mensch, so wie Sie/Du und ich. Und er hat etwas in sich, einen guten Kern, das wir allgemen als Mensch bezeichnen mit positiven Tugenden. In einem Raum befinden sich 20 andere Personen. Jeder hat ein Stück Papier mit Aussagen darauf und jeder liest diesem Individium negative Eigenschaften vor. Seine negativen Eigenschaften. Das wiederholt man Tag für Tag. Was würde mit diesem Menschen aufgrund dieser Beinflussungen geschehen?

Je nach Typus würde dieser Mensch alles ablehnen. Ein anderer würde grob die Hälfte annehmen, andere womöglich, da vollkommen unsicher, würden alles annehmen. Je jünger dieser Mensch ist, umso anfälliger ist er für diese externen Manipulationen. Und behält sie in der Regel ein Leben lang.

Aber eigentlich ist keiner dieser drei aufgeführten Typen so. Jedoch hinterlassen diese psychischen Manipulationen, ja Diskriminierungen und Unterdrückungen ihre Spuren in Form seelischer Verletzungen. Der Mensch wehrt sich dagegen und muss sich behaupten bzw. baut er sich Schutzmechanismen gegen diese Vorwürfe auf. Somit findet unbewusst eine Veränderung statt, eine Transformation, die er eigentlich nicht will und im Kern auch nicht so ist. Ein wichtiger Punkt: Warum sollten andere Menschen dies besser wissen?

Aus diesem Beispiel muss jedoch leider die Realität im Laufe eines Menschenlebens abgeleitet werden. Die Einflüsse sind so intensiv und vielfältig, dass sich nur der 200-prozentig Selbstsichere davor schützen kann. Selbstsicher zu sein bedeutet nicht, sich so darzustellen, dass man selbstsicher ist. Dass andere mich so wahrnehmen. Aber wie können sich Babys, Kleinkinder, 8-10-Jährige, Pupertierende, Jugendliche usw. davor schützen? Sie können es nicht. Natürlich gibt es auch positive Einflüsse, aber diese schädigen uns und unsere Seele nicht.

Ist ein Mensch bereits „verunsichert“ wird er es auch bleiben. Ausser er erkennt das und sucht einen Weg um sich davon zu befreien. Sie können dies überall wahrnehmen. Hören Sie was Menschen sagen, immer in der jeweiligen Situation, wie ihre Körpersprache ist, wie sie sich „verstecken/zurückziehen“ usw. Warum können Menschen vor einer Ansammlung von Menschen nicht hinstehen und sprechen? Warum „scheuen“ sich Menschen davor, dass sie fotografiert werden? Es ist nur ein Foto. Und was „läuft“ dabei in ihrem Inneren pausenlos ab? Angst, Schutz, Flucht, Unsicherheit, Kritik …?

So kann man die Thematik „einer Rolle“, die der Mensch spielt, ja spielen muss nachvollziehen. Aber welcher Mensch will solch eine unbewusste Manipulations-Rolle sein und zwangsweise leben? Der Mensch ist in seinem Kern weder schlecht noch schuldig. Jedoch werden die Menschen von Menschen leider so beeinflusst. Die Ursachen dafür sind immer die gleichen. Leider ergeht es einem grösseren Teil der Tiere durch Menschen ebenso. Jungen, lebenden Ferkeln zum Beispiel werden die Hoden mit einer Beisszange brutalts entfernt. Wie sehen die Seelen solch „roher“ Menschen aus? Und warum sind sie dazu bereit? Auch sie waren einmal rein.

Es geht daher darum, dieses, SEIN Rollenspiel zu erkennen, sich dies einzugestehen und dieses nach und nach aufzulösen. Es ist möglich. Jeder Mensch hat die Wahl – wie viele ergreifen diese. Viele nicht, weil diese „Aufgabe für sie selbst“ anstrengend, kompliziert ist – und das wollen die Menschen nicht. Aus Bequemlichkeit bleiben sie lieber in diesem „Trugbild ihres Lebens“ anstatt anzufangen sich selbst zu leben.