ICH = meine Identität! Stimmt das?
Identität = identitãs > Wesenseinheit // oder/und: idem . eadem . idem = derselbe
Somit die Unterscheidungsfähigkeit eines z. B. Individiums von einem anderen.
Was bedeutet „MIR“ Identität? Wie bewerte ich sie? Und „was“ bin ich ohne sie?
Wenn Sie wollen fangen wir bitte so an: Nehmen Sie bitte ein Stück Papier und beschreiben Sie Ihre IDENTITÄT. Sozusagen: wie bin „ich“, was macht „mich“ aus, wie unterscheide „ich mich“ von anderen und „was ist es“, dass „ich mich“ so deute, so sehe, mich so interpretiere? Wenn Sie das aufgeschrieben haben und vielleicht in den Folgetagen noch erweitern oder korrigieren …., dann schauen Sie bitte mal bewusst in den Spiegel und suchen/finden Sie das, was Sie aufgeschrieben haben. Schauen Sie freundlich, lachen Sie, tun Sie als ob Sie zufrieden sind, schauen Sie grimmig … schauen Sie einfach usw.
Können Sie das alles wahrnehmen was Sie selbst über sich aufgeschrieben haben? Wenn Sie es weiterführen wollen, dann fragen Sie Ihre/n Partner/in, eine Freundin, einen Freund, Mutter/Vater wie auch immer, wie diese Person SIE beschreiben würde, weil Sie so „einmalig“ sind. Sofern jemand dazu bereit ist, erstellen Sie nun mit der externen „Interpretation oder Beschreibung“ einen Vergleich zu dem, was sie selbst aufgeschrieben haben.
Wo gibt es Übereinstimmungen und Abweichungen? Es waren nur zwei Menschen an dieser Art „Kurzanalyse“ beteiligt. Und was können Sie an dieser anderen Person selbst „ablesen“?
Wie viel überhaupt kann ein „Spiegel“ uns von unserer „Wesenseinheit (= identitãs)“ aufzeigen? Wenn Sie nur auf die „Abbildung“ des ehrlichen Spiegels schauen, dann sehen Sie nur „Ihr Standbild„. Jedoch ist dieses „Standbild“ nicht Ihr Wesen, Ihre Ausdrucksform.
Was ist das Wesen eines Baumes, eines Tieres, eines Menschen? Ist das Wesen und das Wesentliche das gleiche? Und wie viele Unterschiede von Situationen müssen wir dabei auch noch berücksichtigen. Dies, weil es unterschiedliche Situationsinhalte und somit -werte gibt. Bei einer positiven Anerkennung oder gar einem Lob, reagieren wir anders, als wenn uns jemand negativ konfrontiert bzw. kritisiert.
Eigenes Beispiel Nachbarschaft: Eine Familie mit zwei Kindern wohnt unmittelbar neben mir. Der Sohn (grob 10 Jahre alt) hält sich öfters hier mit einem Freund im Grundstück auf. So wurde eine Tonkugel mutwillig zertrümmert und es fehlten drei Handsägen und eine kleine Axt. Ich informierte die Eltern schriftlich (da sie es wussten) und bat, zum Schutz der Kinder, dass sie sich nicht mehr hier auf dem Grundstück aufhalten sollen, weil etwas passieren könnte und ich nicht die Aufsicht ausführen könnte. Die Aufsichtspflicht obliegt den Eltern und nicht mir. So wurde auch im Vorgarten hier vor Wochen ein Feuer durch Sohn und Freund „vorbereitet“ und das Material entnahmen die beiden Kinder von mir. Der Sohn hat mich bereits dreimal angelogen. Nun er ist ein Kind. Eine Säge und das Beil wurde durch die Eltern auf ihrem Grundstück gefunden und diese lagen dann bei mir vor der Haustür. Keine Entschuldigung. Das Schreiben übergab ich der Mutter persönlich. Ich mailte den Eltern anhand von Bildern noch die beiden fehlenden Handsägen und warte schon seit zwei Wochen, dass sie mir diese übergeben. Auch stand darin, dass der Vater einen anderen Nachbar angelogen hat, sowie dieser während der Umbauphase des Hauses (er ist Handwerker) nicht einmal die Baustelle abgesichert hat obwohl dies in der Baugenehmigung verpflichtend steht, er es aber nicht ausgeführt hat.
Er verbat mir seinen Sohn anzusprechen und ihr Grundstück zu betreten und drohte mir an, dass er mir (wortwörtlich): …. sonst die Zähne auschlagen würde! Welch eine Reaktion, welch ein Verhalten und welch eine Verdrängung der Eigen-Realitäten. Und welche Überheblichkeit seiner Persönlichkeit. Er regte sich über seine Fehler/Versäumnisse/Lügen auf und über das Verhalten seines Sohnes. Die „Eigen-Vorstellung“ über sich ist anders als die Realität (also verdrängt man die Realität lieber) und droht mir mit einer körperlichen Schädigung. Und die Eltern sind der Auffassung, dass ich selbst im Baumarkt die mir entwendeten Sägen besorgen sollte. Zur Reputation des eigenen Kindes wäre es, auch im Sinne eines „Anstands (schönes Wort)“ normal, dass die Eltern diese entwendeten Sägen besorgen. Wenn man nicht „etwas besseres“ wäre (lediglich als Vorstellung).
Was wir aus diesem Beispiel erkennen können, bedingt sich eine Identität oder das Wesen aus Handlungen, Verhalten oder Aussagen. Wer nur da sitzt, hat auch ein Wesen (ein ruhendes), aber das kann man kaum erkennen. Außer, dass diese Person einfach nur sitzt. Somit bedingt sich eine Indentität eben aus dem, wie wir „uns geben„. Gegenüber Menschen, Tieren, der Natur. Besteht eine Respektshaltung, dann wird sich ein Mensch anders verhalten als ohne Respekt. Man könnte noch ergänzen: mit Würde . Moral . Ethik . Rücksichtnahme usw.
Das Beispiel zeigt auf besondere Weise eine krasse Diskrepanz zwischen dem „Außenbild“ einer Person und dem „Innenbild“. Das bisherige Außenbild dieser „Nachbarn“ vermittelte eine junge Familie mit zwei Kindern, die als Handwerksbetrieb in der Baubranche tätig sind. Wer lügen muss, dass er als Bauherr (Privatperson) NICHT die Bauleitung innehat, obwohl dies in der Baugenehmigung steht, hat damit offenbar ein „Eigenproblem“ = Identifikation. Er gibt vor, nicht „identisch“ mit dem zu sein, was in einer Urkunde, einer Baugenehmigung eindeutig deklariert ist. Was will er damit und warum überhaupt „vertuschen“? Warum stellt er sich bewusst anders dar, als er ist? Und warum benutzt er zwei IDENTITÄTEN? Ganz offensichtlich bewusst (oder nicht?).
In gewisser Weise machen wir das alle „ähnlich„, weil wir nicht immer „ehrlich“ sein „können/wollen“. Wie oft „stehen“ wir nicht zu dem, so wie wir in uns sind und wollen „für andere“ anders „erscheinen. Ein wesentlicher Punkt ist wohl, dass wir (wurde schon in einem anderen Beitrag behandelt) immer zu „anderen“ gehören wollen.
Erhoffte, gewünschte und „benötigte“ Aufmerksamkeit
Dem Grunde nach geht es bei der klassischen Identifikation dabei um Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit, die wir gerne von anderen „bekommen“ würden. In einer „Gruppe“ bin ich auch „wer„. Zumindest unterstelle ich dies mit einer Zugehörigkeit. Daher gehen Menschen in Vereine oder in „gekaufte“ Gemeinschaften (Mitgliedsbeitrag). Selbstverständlich sind diese Angebote in Ordnung. Oder eben der Freundeskreis, Bekannte oder Kolleginnen/Kollegen. „Man“ muss etwas „darstellen“ um etwas zu „sein„. Zumindest in den Augen anderer. Beispielhaft dafür sind Bewerbungsunterlagen für eine Arbeitsstelle. Damit vermittle ich was ich bisher gelernt, über Wissen verfüge und geleistet habe. Mein Status – und dass „ich“ der richtige Mitarbeiter bin. Das kennt fast jeder. Und wie ist es mit einer Person, die der „Berufung“ als Künstler nachgeht? Noch nicht gleich so erfolgreich wie Picasso. Frauen/Mädchen/Männer wollen „Model“ werden. Sie zieht es in die Model-Welt. Andere engagieren sich sozial und „identifizieren“ sich mit etwas. Andere „identifizieren (ähnlich sein)“ mit Stars/VIPs oder Influencern. 60.000/80.000 gehen in Konzerte, Fussballstadien, Formel1-Rennen, Golf, Tennis. Man nennt es auch Faszination – aber da sind auch so viele wie „ich“ selbst. Das ist gut.
In solchen Gruppen existieren auch gewisse Hierarchien. Das „Alpha-Tier“ und die Folgsamen. Die/der Dominante und die etwas „ruhigeren„. Da „vorne“ ist eine/r der sagt wo es lang geht. Und ich laufe „gerne“ mit – natürlich aus Überzeugung. Und wie vielen von denen bin ich tatsächlich als Mensch wichtig? Und wenn es einen „Stimmungswechsel“ gibt, dann bin vielleicht nicht mehr „so angesehen“ (Beispiel Politik). Für diese „Bewegungen“ sind m. E. politische Vereine und deren Mitglieder prädestiniert. Auch die „unbedingte“ Anpassungen – sonst droht „mir“ der „Ausschluss“ – und dann habe ich verloren, vielleicht sogar „MICH“.
Ja das „ICH“ und das „MICH“ und das „MEIN“. Was bin ich und was bin ich nicht?
Und schauen wir und das „katastrophale“ Gegenstück einmal an. Ich haben KEINE Identität oder habe mich davon gelöst, ja befreit! Freiwillig oder „es“ ist einfach „geschehen“. Totalverlust!!! Eine neue Bar, eine High-End-Disco, ein Gourmet-Lokal ist das Beste in der Stadt. Es boomt …, Wartezeiten über Wochen. Und dann gibt es einen „Konkurrenten“ und jetzt orientieren sich alle zum nächsten Highlight des Lebens. Und der Zenith des bisherigen Kultevents ist „gestorben“, abgestürzt, tot“. Die Wichtigen kommen nicht mehr, „ich“ bin nicht mehr wichtig, obwohl ich doch für eine gewisse Zeit von allen „so GELIEBT“ worden bin. Vorbei.
Wie fühle ich mich, wie komme „ich“ mit „mir“ klar … wenn ich alles, was ich bisher „dargestellt“ habe von mir ablöse, mich davon befreie, keine Prädikate mehr anhäufen muss, keine sichtbaren oder unsichtbaren „Pokale“, einfach nur Mensch oder Wesen sein? Bin ich dann GANZ ALLEIN, keine Freunde mehr? Und wenn ja? Was dann? Nun, es würde sich nur etwas ändern. Das Andere entsteht und wechselt das Bisherige ab. Ich muss mich aber auch nicht mehr „verstellen“, mich „anpassen“, dauernd aufpassen, dass ich mein „Schauspiel“ nicht verrate, jedes Wort der gegebenen Situation angleichen, mein „Schaubild“ aufrecht erhalten, unbedingt „intellektuel“ wirken, mit „Wissen“ jonglieren, obwohl es nur (womöglich Fremd-) Wissen darstellt. Darf und kann ich mich, mein „ICH“ vollkommen auflösen? Was bleibt dann und vom wen bekomme ich dann noch Aufmerksamkeit und Anerkennung und bin doch noch ein „Freund“?
Was sind dann die NEUEN Prädikate für mich selbst und mein Umfeld, womöglich ein neues, anderes menschliches Umfeld? Anderen zuhören ermöglicht hierbei unglaubliche Erkenntnisse. Erkenntnisse, wie wir Menschen laufend nur ein „Spiel“ spielen. Eher ein falsches als ein richtiges und somit ehrliches. Meine wunderbare Lehrmeisterin war meine weibliche Katze. Es MUSSTE ein weibliches Wesen sein. Ihre so unfassbar unmittelbare „Art“ der Direktheit und Ehrlichkeit hat mir die „Augen“ geöffnet (obwohl sie ja meist offen sind). Nette Redewendung. Bei allem im Leben geht es um „Freiheit“ und m. E. auch um „Reinheit“ – seelisch ja sogar körperlich. Heute – 20. Mai 2022 – ist der 80. Tag ohne Hungergefühl. Nach wie vor esse ich morgens gegen 9.30 Uhr zwei Mandarinen, 6/7 Datteln und 8 blaue Weintrauben. Das ist alles. Es gibt kein VERLANGEN. Der Kopf ist still. Ein Babyorganismus kommt rein zur Welt und wird zu dem, wie unsere Körper heute sind. Die/der, deren/dessen Stuhlgang auffällig riecht, kann sich eingestehen, dass im Verdauungstrakt und somit im gesamten Systen „einiges“ nicht „biologisch rein“ ist. Was soll`s – Genuss und Spaß ist wichtiger.
Die FRAGE stellt sich für jeden Menschen – hier nun zum Thema Identität –, für welche Identität ich mich entscheide. Für die „gespielte, falsche, unehrliche“ oder für DIE ANDERE?
FRAGE: Wie fühle ich mich mit der „gespielten“ Identität oder mit der „ungespielten“ Identität, also quasi
keiner? Natürlich ist eine befreite Identität auch eine Wesensabbildung – aber ich fühle mich sicher BESSER damit, als wenn ich mit „mir“ quasi ein Leben lang ein „Falsch-Spiel“ betreibe. Gewinnen kann ich dabei „NICHTS“. JEDOCH: Andere „spüren/merken“ ihre „Authentizität (= Ehrlichkeit)“ und erkennen daraus bei sich, dass sie „diese“ nicht besitzen. Das sind wertvolle Zeichen. Probieren Sie es aus. Sie „verlieren“ nichts.
ABER: Ab wann und wodurch WERDEN/SIND Sie tatsächlich „EINMALIG“?
