Christus: .... denn sie wissen nicht was sie tun.

Heute vor 2022 Jahren wurde Christus von Menschen, ja von Freunden/Jüngern, verraten, verleugnet und von anderen Menschen zum Tode verurteilt, an ein Kreuz genagelt und somit gekreuzigt. Es führte zu seinem „menschlichen Tod“. Und zu seiner „Auferstehung“ – der Körper war verschwunden – unerklärlich.

So die Überlieferung in einem Buch, das für die westlichen Kirchen das Maß der Dinge ist. Was hat diese Geschichte mit der menschlichen Seele zu tun?

Christus, als Vermittler des Göttlichen, sagen wir der vollkommen reinen Seele und des reinen Geistes, hat zu den Menschen gesprochen, sie geführt. Er hat Leid gemindert, Kranke, Blinde, Gelähmte usw. geheilt. Er sorgte für Essen wo es keines gab. Er musste 40 Tage in der Wüste sein, fasten, um den Versuchungen des Teufels zu widerstehen. Somit musste der Glaube und das Vertrauen an die höchste Stelle gesetzt werden. Er musste etwas „ertragen (tragen)“ wie zum Beispiel Hunger und Durst. Das müssen heute noch viele Menschen „ertragen“. Egal ob sie einen Glauben haben oder nicht.

Christus hat somit den Versuch unternommen, Menschen zu „bekehren“, zu einer Rückkehr zu bewegen, zu dem, wie der Mensch früher war. Und wie es Babys heute noch sind und es dann „verlieren“. Es waren sogar „Wunder“ erforderlich, damit die Menschen erkennen konnten, dass sie ihm vertrauen können und dass das „Göttliche“ ALLES ermöglichen kann. Das über die menschlich-übliche „Vorstellung“ hinausreichte. >> Was der Mensch nicht „kennt“, glaubt er nicht. Er sagte: Folgt mir auf meinem Weg und ihr werdet wie „ich„. Und dies nicht erst nach dem Tod, sondern bereits während des Lebens.

Wie die überlieferte und heute nachlesbare Geschichte jedoch zeigte, gab es damals (wie heute) gute Menschen und auch „schlechte“ Menschen. Ja sogar „Unmenschlichkeit“. UNMENSCHLICHKEIT, die eigentlich nicht sein dürfte – was Menschen anderen Menschen (und Tieren) antun können – und doch schon vor Christus und auch heute noch überall REALITÄT ist. Auch in Familien, am Arbeitsplatz, in kommunalen Verwaltungen, in den Medien, in den Landes- und der Bundesregierung(en). Manche Menschen „erheben“ sich über andere und manche lassen sich „erniedrigen„. Manche hungern, andere werden geschändet, missbraucht, gefoltert, ausgenutzt, umgebracht und noch viel mehr. Ob physisch oder psychisch. Nur ein Teil der damaligen Menschen, eben in diesem Gebiet in dem sich Christus aufgehalten und gewirkt hat, hat seine Botschaft angenommen und ihr Leben danach ausgerichtet. Kurz gesagt ist es ein Leben in und für den Frieden. Pro Mensch für SEINEN innneren Frieden. Man kann dies natürlich auch anders formulieren. Wo Frieden ist, gibt es kein Leid. Es gibt keinen Neid, keinen Hass, keine Gier, keine Überheblichkeit, keine Gewalt, keinen Krieg, keine Nötigung, kein Hungern, keinen Egoismus, keinen Tod usw. Jedoch: Wie viel davon können wir davon tagtäglich wahrnehmen?!?! Welche „Informationen“ werden an uns herangetragen, wie viel wird die eigentliche „Realität“ in eine Fantasie erweitert. Und wie viel „Übertragung“ von einer seelischen Verletzung oder „Verkümmerung“ wird von diesen leidenden Menschen tagtäglich auf andere „übertragen“?

So ist es nicht nur Christus sondern auch viele andere wie z. B. Buddha u. a., die UNS ALLEN etwas vermitteln wollten und wollen. Sagen wir: ein guter Mensch zu werden. Markant ist, dass gewisse Menschen, wiederum als Beispiel Buddha, ein „WUNDERbares Leben“ führten als Fürstensohn. Er hatte ALLES was für „normale“ Menschen das IDEAL des Lebens darstellt. Von ALLEM VIEL Ein edles Haus, einen indischen Palast, Vermögen, das beste Essen, womöglich Diener, Ansehen, Macht usw. Aber es entstand ein „IMPULS“ von „IRGENDWOHER“ und er verliess diese SO GROSSARTIGE LEBENSBASIS und ging auf Wanderschaft. Er GAB ALLES AUF. Wofür? Er spürte, dass es noch MEHR gab als dieses IRDISCHE, MATERIELLE LEBEN.

Und Gleichgesinnte brachten dieses ANDERE in die Welt – ob über eine Religion oder eine Philosophie oder Erkenntnis, die einzige Wahrheit und Wirklichkeit.

Es sind immer Parallelen zu erkennen bei den Menschen, die diese IMPULSE erhalten haben. Sie haben etwas „aufgegeben“ und sich der Einfachheit, der Direktheit des Lebens „hingegeben (HINGABE)“. Der Eintausch von WOHLSTAND und MACHT zur Einfachheit und auch zum Leben als Bettler. Das soll nicht heissen, dass ein Mensch, der diesen Weg beschreitet, aus heutiger Sicht, nicht auch alles für das „gute“ Leben haben kann. Es geht um diese Umkehr und ich nenne es für mich sowohl Reinigung und Befreiung.
Reinigung und Befreiung dessen, was wir als Herz, Geist und Seele bezeichnen. Sie haben alle diese „Einsamkeit“ gewählt um „Raum“ zu schaffen für das noch Unbekannte das sie gespürt haben. Sie haben das Haus mit Mauern getauscht mit der Natur ohne Mauern. Sie haben bewusst verzichtet bzw. sich auf Verzicht „eingelassen“. Auch um diese Erfahrung zu ermöglichen. Um festzustellen, was denn dann überhaupt ÜBRIG BLEIBT. Was ist die ESSENZ, die das Leben ausmacht? Was ist die Essenz in der prachtvollen Natur – diese Pracht, die man sich als Mensch nicht AUSDENKEN kann.

Was bedeutet HINGABE? In erster Linie „geben“ und „hin“ zu etwas anderem als mir. Was kann ich also geben (ohne das Materielle)? Ist es das was man als ICH oder MICH bezeichnet? Das heißt: Ich „gebe“ mich „auf“ für etwas anderes. Wir könnten als Beispiel die Mutter Theresa nennen. Sie hat IHR Leben, das was man mit dem Leben machen kann, vollkommen für andere gegeben. SIE war nicht mehr wichtig. Oder Fanz von Assisi. Man muss jedoch nicht so sein wie diese Beispiele. Heute ist doch jeder für sich sehr wichtig. Oder nicht? ICH, MICH, MEINS … Und könnte ich bereit sein, dieses HEILIGE ICH, meine Identität aufzugeben? WER, WAS bin ich dann noch? Vielleicht dieses reine, eine Bewusstsein. Reicht mir das?

Kann etwas Neues entstehen, wenn ich immer am Bisherigen festhalte? Will ich mich überhaupt auf etwas Neues einlassen? Damit ist ja eine Unsicherheit verbunden. Mein jetztiges Leben kann ich „kontrollieren“ und steuern und planen? Die „Gewohnheit“ tut mir gut – das bin ich gewohnt. ICH BIN die Gewohnheit, das Gewöhnliche. Und ich bin damit zufrieden! Ist das ganz EHRLICH? Vielleicht ja, vielleicht „rede“ ich mir das ein. Ich bin gerne „bequem“ und will mich nicht „bewegen“ – vor allem nicht seelisch und geistig.

Ist die Seele auch in diesem Gewöhnlicheitszustand wie der (träge) Mensch? Was ist der Wunsch und welches ist das Ziel der Seele – für den Menschen – der für ein paar Jahre auf diesem Planenten präsent ist? Woher kommen dann diese „unangenehmen“ Gefühle, dass etwas nicht „stimmt“? Wenn ich doch so zuFRIEDEN bin (wenn ich es mir einrede). Was wollen diese von MIR und was habe ich zu tun? Oder sind es NUR die sogenannten „Rahmenbedingungen“? Gäbe es nur Stillstand, gäbe es uns Menschen auf diesem Planeten nicht.

Der indische Weise, Ramana Maharshi, hatte als Jugendlicher prötzlich das Gefühl, dass er jetzt sterben wird. Er legte sich nieder und stellte sich vor vollkommen steif zu sein wie ein toter Organismus. Kalt und starr. Und er fragte sich, was bleibt? Und er erkannte, dass doch etwas noch präsent war und dass es „weiterleben“ würde. So entstand auch sein Weg, weil er spürte, dass er zu einem Berg gehen musste. Dort „vergaß“ er SICH (S-ICH) und seinen Körper vollkommen. Die Nägel wuchsen extrem, Ameisen besiedelten den Körper, er aß nichts, das Haar zerzauste. Er sass nur „teilnahmslos“ da. Er, also nicht der Körper und das ICH, waren woanders.
Und dort fühlte er sich dazugehörig. In dieser Einheit, dieser Essenz und alles war in einem glücklichen Frieden. Wie kann das sein? Wo wir doch (fast) alle uns primär über diesen Körper als ICH definieren. Und doch muss es noch eine andere QUELLE geben. Seine Lehre war ganz simple. Frage dich: Wer bin ich? Ergründe dies in deinem Inneren.

Was aber „sehe“ ich wirklich, wenn ich in einen Spiegel schaue? Was nehme ich war, wenn ich das Kind, den Partner, Mutter, Vater, Freunde „anschaue„. Was sehe ich da eigentlich und ist mir dies „bekannt“? Wie „tief“ kann ich vordringen? Natürlich definiere ich Mutter/Vater mit dem Äußeren und der Stimme. Aber – ganz wirklich: was sehen sie und was spüren Sie? Ist Ihnen das vertraut, auch vom Gefühl her? Erkennen Sie die andere Seele – spricht diese sie an? Lassen Sie das „Bekannte“ einfach mal weg – gibt es etwas Unbekanntes? Was ist Ihnen wirklich „vertraut“? Womit erspüren Sie eine „Einheit“, ein Dazugehören? Das Bestand hat. Gibt es so etwas in Ihnen? Dass ein erhabenes Gefühl entsteht. Gerade jetzt ist es bei mir so präsent, weil meine Katze „in Erinnerung“ gekommen ist. Es geht über JEDES GEFÜHL HINAUS – und ein Freudetränenfluss ist die körperliche Reaktion. Es geht über das Körperliche HINAUS. Also ohne Begrenzung, ohne Verstand, ohne Denken.

Ab heute ist „Ostern“. Jeder nach seinem Gusto, nach seiner Orientierung, nach seinem Glauben oder Vertrauen oder Interesse, „begehen“ Ostern unterschiedlich. Religiöse Zeremonien, Dankbarkeit, Kinder- bzw. Familienfest oder einfach Urlaub vom ALLTAG. Der Alltag, das wesentlich GLEICHE ist doch nicht so gut, weil „wir“ ja dann, wenn wir diese „Freizeit“ haben, diese UNABHÄNGIGKEIT, dann endlich für Tage oder Wochen in diese Freihet eintauchen. Ob mit Faulenzen, Reisen, Hobby usw.

Und all die anderen Tage. Was sind Sie „wert“ für mich, mein Herz, meine Seele, meinen Geist?

Angenehme, gemütliche, freie, frohe, fröhliche Ostern. Heute ist Tag 45 ohne Nahrung (außer zwei Mandarinen und 5/6 Datteln). Was hat es zu bedeuten? Und wird es so bleiben, für immer? Und wenn ja, warum eigentlich nicht? Es ist nur ETWAS anders als gewohnt. Und womöglich ist es sogar das RICHTIGERE als das Gewohnte.

… DENN SIE WISSEN NICHT WAS SIE TUN! UND WOHER KANN ICH WISSEN, WAS „ICH“ TUN SOLL?