Meine Lebensfacetten

Das Bedürfnis oder die Notwendigkeit zur Selbstbetrachtung entstand aus meinen persönlichen Lebensinhalten und Lebenssituationen, die, wie bei jedem Menschen ganz unterschiedlich waren und sind.

Das grobe Merkmalsspektrum bei den Menschen beinhaltet: ganz „normal“, wundervoll, glücklich, überwältigend, euphorisch, mittelmäßig, tragisch, unzufrieden, schmerzhaft, problemhaft, unsicher, traurig, leer, chaotisch, niedergeschlagen, depressiv usw.

Es begann bereits im Alter von 9 Jahren. Damals entstand eine Entscheidung, wie eben ein Kind in diesem Alter solch eine Entscheidung trifft. Ich habe aus der Empfindung mehrfacher Ungerechtigkeit (auch vorangegangener schmerzhafter Erlebnisse) die Entscheidung getroffen, dass mein Vater nicht mehr mein Vater ist. Somit nur noch ein Mensch, ein Mitbewohner in dieser Familie. Als Jugendlicher habe ich erkannt, dass ich ETWAS von meinem Vater aufgenommen hatte, das ich aber nicht behalten wollte. Weil es nicht zu mir gehörte. So entstand der Entschluss genauer hinzuschauen und einen Weg zu finden, um alles „Fremde“ zu entfernen. Dies bedingte gewisse Entwicklungsstufen innerhalb meiner Persönlichkeit. Dieser „Befreiungsprozess“ begleitete mich dauerhaft.  

Was tatsächlich stattfindet: Wer sucht der findet!
Ein wesentlicher Punkt war zu erkennen, welche „Informationen / Impulse“ von mir sind und welche – einfach formuliert – von den Prägungen/Einflüssen durch andere. Eine wesentliche Hilfe war, sich selbst in der Ruhe der Natur aufzuhalten und dies in den Alltag zu integrieren. Sich nicht an Plätzen aufzhalten an denen viele andere Menschen sind. Es geht somit und das innere Hören, das Wahrnehmen. Daraus entstanden auch gewisse Methodiken um eine innere Ruhe zu ermöglichen (siehe Menuepunkt unter Seelenthemen: Die Dramatik: 50 000 Gedanken …). Beispielhaft: Täglich diese Gedanken aufzuschreiben, um sie dann später anzuschauen, zu sortieren, den Großteil durchzustreichen. Zu erkennen, dass diese unsinnig sind. Oder eine Art Meditation (mental) ohne dass ich damals etwas von Meditation wusste.

Ein Schlüsselerlebnis entstand durch ein Buch. Ich wollte beginnen es zu lesen. Jedoch verstand ich diese hochkomplexen Gedankenverknüpfungen des Autors nicht. Warum nicht? Die Erkenntnis: Ich war mit meiner Aufmerksamkeit nicht ausschließlich bei diesem Buchinhalt. Die Gedanken waren woanders. Also vollkommen fokussieren und alle anderen Gedanken nicht beachten, einfach ziehen lassen. Ein harter Weg – aber es funktionierte immer besser. So, mit diesem Bewusstsein, konnte ich dieses Buch lesen – vor allem die Gedankenkonstrukte des Autors verstehen. Sonst hätte dieses Buch keinen Sinn, keine Bedeutsamkeit. Nur zu lesen ist nichts.

Ich suchte weiter nach Erkenntnissen und habe mir Fachlektüre besorgt (Psychologie), habe mir verschiedene Religionen (ohne Religiosität) angeschaut um deren Kern zu finden. So auch mit asiatischen Lehren, Philosophien und Ideologien. Und ich habe die Natur beobachtet, vor allem die Tiere. Was machen sie den ganzen Tag und wie? Meine fantastische, weibliche Katze Bella hat mich viel gelehrt. Niemals hätte ich gedacht, ja unterstellt, dass so ein kleines Wesen des Lebens mir eine solch ERHABENE WELT eröffnen könnte. Aber es ist geschehen – unfassbar. Sie ist jeden Tag vollständig bei mir, obwohl ich Ende Mai 2018 ihren „lebenslosen“ Körper in höchster Dankbarkeit und tiefster Freude für das Erlebte beerdigt habe.

Zurückschauend kann ich auf 5 / 6 markante Einschnitte in meinem Leben zurückschauen, die sein mussten um einen Richtungswechsel vornehmen zu können. Somit wunderschöne, außergewöhnliche wie auch schmerzhafte. Mit Abstand betrachtet waren sie alle NOTWENDIG und aus der Erkenntnisfolgerung demnach gut. Man muss sie nur „lesen“ können und „übergeordnet“ verstehen.

Schon immer war ich „Ansprechpartner“ anderer Menschen. Begonnen hat dies in der Jugend mit Freunden, Freundinnen. Die klassischen Themen und Probleme. Mit der Zeit entstand durch immer mehr innere Klarheit auch ein sensibleres Wahrnehmen von Gegebenheiten und die Nachvollziehbarkeit, warum diese Situationen gerade präsent sind. Das Erfassen von allem, was die „Situation“ vermittelt bzw. wodurch sie für den Menschen wichtig ist.

Alles beginnt mit einem ersten „Anzeichen“                                                                                                                                         Jede Situation hat eine Vorgeschichte wie jede Krankheit erste Anzeichen hat. Wir sprechen gerne von Problemen. Aber auch diese haben einen Anfang. Oft negieren wir diese „ersten Zeichen“, verdrängen sie oder erkennen sie gar nicht. Das Prinzip ist, dass wir diese im Ansatz erkennen und sofort handeln. Denn dann können sie sich nicht entwickeln. Der „Hinweis“ will sie bereits vermeiden.

Die Menschen behaupten gerne sie sind „bewusste“ Wesen. Leicht gesagt, aber ist es so? Was nehmen wir in einem Tagesablauf überhaupt bewusst wahr, wo doch der Großteil davon einem Automatismus unterliegt? Also es „eigenständig“ abläuft, da wir es jeden Tag wiederholen. Ist das Bewusstsein? Und welche Rollen spielen Intuition bzw. Instinkt dabei und wofür?

Wissen wir immer was wir reden und verstehen wir selbst die Bedeutsamkeit dieser Aussagen? Ganz sicher?                       Das Schöne an diesem Weg ist, dass man immer mehr und besser das wahrnimmt, was sich hinter den „Vorhängen“ des Lebens befindet (sofern man diese entfernt). Bleibt man an der Oberfläche (Alltagsstandard), findet man den Kern nicht. Ein Schwimmer der nicht taucht, sieht den Inhalt des Flusses, des Sees, des Meeres nicht.

Ich möchte hier enden, es gäbe noch viele Beispiele und Erkenntnisse aufzuzeigen.

Was absolut sicher ist: Ich kann diesen Weg nur empfehlen. Es ist eine Bereicherung und das „eigene“ Leben verändert sich wertvoll.

Man sollte sich eines regelmäßig bewusst machen:  Dieses Leben, das eigene Leben, unabhängig einer Partnerschaft/Ehe ist einmalig – für „mich“ selbst. Jeden Tag, weil wir nicht wissen wann es endet. Je mehr wir WIR SELBST sind um so mehr können wir es für andere sein. Nur heute, an diesem Tag, an diesem HEUTE, können wir Menschen am Leben teilnehmen, uns beteiligen.

> Warum sollten wir ein „Trugbild, eine Rolle“ leben, als unser einmaliges Naturell?
> Warum sagen Menschen, ich kann nur (temporär) glücklich sein, wenn ich das Gegenteil (das Negative) davon kenne?
   Das ist ein eingebürgerter Spruch, gerne angewandt, aber warum sollte dieses scheinbare „Prinzip“ stimmen?
> Geht es um glücklich sein oder oder einfach um innere ZuFRIEDENheit? Letztendlich ist beides gut und viel besser als        jeder Anteil des schlechten und falschen.

Haben Sie etwas davon bei sich selbst wahrgenommen?