Das Schöne/Besondere und das Pendant dazu

Jeder erlebt immer wieder in einem breiten Spektrum dieses Wechselspiel? Obwohl wir doch alle gerne im „Paradies“ wären.

Leben  <>  Tod  I  Liebe  <>  Verlust der Liebe  I  Hochzeit  <>  Trennung/Scheidung  I  Urlaub  <>  Arbeitsplatz  I  Gesundheit  <>  Krankheit  I  Freundlichkeit  <>  Arroganz   I  Lust  <>  Lethargie  I  Erfolg  <>  Niederlage  I  Glück  <>  Pech  I  Reich  <>  arm  I  Euphorie  <>  Depression  I  Sex  <>  kein Sex  I  Aktivität  <>  Bequemlichkeit  I  Integration  <>  Isolation  I  Anerkennung  <>  Enttäuschung  I  Extrovertiert  <>  Introvertiert   I  Motivation  <>  Frustration  I  Mut  <>  Angst  I  Freiheit  <>  Zwang  I  
Ordnung  <>  Chaos  I  Zufriedenheit  <>  Unzufriedenheit ………

>>  Wer auf einen Berggipfel steigt … muss unweigerlich wieder runter!

Vielleicht ist dieses „Bild“ eine Symbolik für den Verlauf des Lebens. Hat man sich ein Ziel gesetzt und es erreicht, verliert es seine Bedeutsamkeit. Das Ziel zu erreichen gibt uns Ansporn. Ist es erreicht erzeugt es eine kurzfristige „Zufriedenheit, ja Selbstbestätigung“. Wer schon einmal eine Bergtour oder Skitour in der Form durchgeführt hat, dass man auch mehrere Täler durchqueren muss, der schaut vom ersten Gipfel hinunter ins Tal und ebenso zum nächsten Gipfel. Es ist die Vorschau was kommen wird, wo ich später sein werde. Hat man den zweiten Gipfel erreicht, wird eine Rückschau zum ersten Gipfel und zum dem zurückgelegten Weg möglich.
Im Bereich der Wirtschaft gibt es die sogenannte Sinuskurve. Eine gleichmäßige, horizontal-fortlaufende Welle. Adapiert man diese Sinuskurve auf die Lebensvorstellung eines Teils der Menschen, dann sollen die folgenden „Gipfel“ dieser Wellen immer höher sein als der vorherige. Eine höhere Anforderung wie Herausforderung, eine dementsprechend höhere Leistung, ein höheres Ziel und womöglich eine höhere „Befriedigung“.
Ein gutes Gefühl entsteht, auch bei erschöpftem Körper. Manche Sportler „verausgaben“ sich so, dass sie im Ziel erst auf den Boden fallen müssen – sie brechen zusammen. Das Adrenalin hat ein Hochgefühl ermöglicht. Und es lässt wieder nach.

>  Was ist der Grund dafür, etwas oder „mich“ zu bezwingen?
>  Was wirkt in mir, dass diese permanente Steigerung für „mich“ so wichtig ist?
Und was habe ich davon, z. B. wenn man sich die obere Auflistung betrachtet?                                                                        Wie viele Medaillen/Urkunden, wie viele Pokale/Auszeichnungen sollen es im Leben sein? Wie viel „schulterklopfen“? Oder – wie oft soll ich über „meine“ Grenzen gehen? Man sagt auch: Man muss „sich überwinden“. Was macht das mit meinem Ego – oder fordert dies mein Ego von „mir“? Es geht somit auch um ein „Maximum“.

Jeder kennt die Aussage: Der Weg ist das Ziel.
Wie soll man das verstehen? Es reicht somit eine „Richtung“ einzuschlagen und zu gehen. Ist der Weg bereits das Ziel, wird es wohl kein „Endziel“ geben (müssen). Es kann somit bedeuten, dass das was auf dem Weg, bei jedem Schritt, präsent ist, beinhaltet auch das, was ich mir vom „Endziel“ erhoffe. Mit jedem Endziel assoziiere, ja erwarte ich ein GLÜCKS- bzw. HOCHGEFÜHL. Ich war gut!!! Ich war womöglich besser als andere. Ich bin der Sieger … die anderen nicht. Und wie wäre mein Leben, mein ICH, wenn ich darauf verzichten könnte?

Wie ist Ihre Interpreation? Welcher Typus Mensch sind Sie?                                                                                                         Erfolg bedeutet einfach „übersetzt“: Wenn ich etwas beginne, erfolgt etwas. Was ist mit den Menschen die kein Ziel haben, für sich deklarieren? Und bin ich „irgendwann“ grundsätzlich in mir und mit mir zufrieden?

Der Raum zwischen dem Beginn und dem Ziel                                                                                                                                  Auch soll bei vielen Menschen „der Raum“ zwischen dem Beginn und dem Ziel, also der Weg so schnell wie möglich überbrückt werden. Es geht ja um das Ziel, das MIR ETWAS bringt – analog meiner Vorstellung und meinen Vergleichen.
Es geht somit auch um den Faktor Zeit. Wenn wir schneller sind, können wir in einem festgelegten
Zeitrahmen, z. B. einem Tag, sehr viel mehr integrieren. Mit höherer Intensität oder höherer Geschwindigkeit (220 km/h anstatt 120 km/h) „erwirke“ ich mir mehr für das mir „Wichtige“. Meistens geht es um Genuss, Leistung, Erfolg, Vergnügen, Unterhaltung. Zugleich auch „Unruhe“ und Verkrampfung. Also ist der WEG doch nicht das Ziel. Und: eine Sekunde bleibt immer eine Sekunde, wie eine Minute, eine Stunde.

Wie wirkt sich dieses Wechselspiel von hoch zu tief, von Anspannung zu Entspannung, von Leistung und Normalität (Auflistung ganz oben), von Hochgefühl zu Leere auf unsere Seele aus?

Schauen wir genauer hin geht es um eine zeitlich begrenzte BEFRIEDIGUNG. Erste Frage: Woraus bedingt sich dieser Drang nach Befriedigung? Auch entsteht – nur temporär – dieses Glücks- oder Hochgefühl. Können wir diesen „Zustand„, diese Empfindung mit unseren Worten beschreiben?
Ein Hoch-Gefühl steht von der Wertung über dem „normalen“ Gefühl. Befriedung heißt sich be-FRIEDEN.
Es soll sich somit ETWAS einstellen, das über dem normalen „erhaben“ ist. Viel mehr als das Normale. Wie schlecht ist das Normale?
Oder etwas extremer ausgedrückt: Das, was mir oder in mir wenig Geltung hat, benötigt die „Superlative“.
Wiederum bedeutet dies, dass das ALLGEMEINE mir nichts oder wenig bringt, aus dem ich (mein Ego) etwas „ziehen“ kann. Wie es gerne Richtung Jahresende lautet: Ist dieses Jahr wieder schnell vorbei gegangen. Wie im Flug. Aber dieses Jahr enthielt auch 365 Lebenstage. Womit habe ich sie gefüllt, erfüllt, erlebt oder nur gelebt?

Das kleine, das mittlere, das große und das überragende Glücksgefühl                                                                             Semantisch betrachtet: Ist Glück das gleiche wie glücklichsein? Eher nicht. Glück ist etwas das für mich entsteht und glücklichsein ist ein Empfindungszustand. Beispiel: Nach dem Orgasmus bin ich kurzzeitig glücklich, aber es brauchte wohl kein Glück, dass dieser entstehen konnte. Wie auch immer.

Und die Seele? Wie könnte, sollte, wollte ihr Dauerzustand sein?                                                                                                 Immer wieder taucht das Wort Frieden auf (adaptiv auch Erschöpfung gegen das Normale). Zufriedenheit, Befriedigung, in Frieden sein … Wenn wir im Zustand des FRIEDENS sind, haben und brauchen wird dann noch Ziele und Wege und Aktivitäten, und Zwänge, und Höchstleistungen?

DAHER: Was muss ich tun, wie muss ich sein, dass ich das eigene Glück bin und mir dauerhaft diesen wohltuenden und beglückenden Frieden in mir trage? Frieden bedeutet somit Freiheit = Zwangslosigkeit.